Ein Jahr mit Mac OS X
Etwas länger als ein Jahr ist es nun her, dass ich im Apple-Store auf den "Bestellen"-Button geklickt habe und wenige Tage später mein MacBook eingetroffen ist. Ich denke, es ist Zeit für ein kleines Fazit und einen Rückblick auf die Erfahrungen, die ich mit meinem Mac als langjähriger Windowsnutzer machen konnte.
# ⬆ OS X - Großkatze ganz zahm
Das Betriebssystem Mac OS X hat mich schon nach wenigen Stunden absolut überzeugt, egal ob als Tiger, Panther oder Leopard, die Eingewöhnung ging sehr schnell von statten - nicht zuletzt, weil viele Funktionen der Oberfläche bei Mac einfach da sind, wo man sie erwartet. Besonders beeindruckt hat mich folgendes: ich habe mein MacBook ausgepackt und angeschaltet, und mein WLan wurde sofort erkannt und eingerichtet. Auch der Netzwerkdrucker war sofort betriebsbereit. Mit Horror erinnere ich mich an lange Sessions in der Windows-Netzwerkumgebung und mit HP-Treibercds. Und so ging es weiter, jede Hardware in meiner Umgebung wurde erkannt und konnte sofort benutzt werden - super!
Als Windowsnutzer muss man sich an den Gedanken, eine hilfreiche Hilfefunktion vorzufinden, erst einmal gewöhnen, aber genau so sieht es aus: auf dem Mac (und besonders mit Leopard und der neuen Menüsuche) sind Probleme sofort und fast immer ohne Google gelöst. Und so sind es die kleinen Dinge, die mich jeden Tag aufs neue Begeistern - sei es Exposé, bei dem alle aktiven Fenster wie von geisterhand übersichtlich nebeneinander schweben und so schnell nach dem richtigen geklickt werden kann oder die geniale Quicklook-Funktion von Leopard, bei der nach einem Druck auf die Leertaste das ausgewählte Dokument sofort angezeigt wird, egal ob PDF, Film oder Bild.
Von diesen nützlichen Helfern gibt es derart viele im Apple-Betriebssystem, dass ich mich immer wieder frage, wie ich es lange Jahre ohne dieses System ausgehalten habe...
# ⬆ Software und Games? Geht's?
Vieleicht vorneweg: das MacBook ist kein Spielelaptop und die Mac-Plattform grundsätzlich eher wenig gamerorientiert. Eine aktuelle Spiele gibt es dennoch als Version für den Mac, für mich völlig ausreichend ist das Wissen, dass mein gutes, altes Warcraft 3 auch auf dem Mac läuft und sogar schon als Dual-CD verkauft wurde. Da ich ansonsten nichts auf dem Mac spiele, kann ich zu diesem Thema auch wenig Sinnvolles beitragen - weiter geht es also mit der Software.
Und die begeistert. Mal abgesehen von den hochgelobten Apple-Stücken findet man im Internet haufenweise Freeware für jeden Zweck - der opensource-Gedanke ist hier, ähnlich wie bei Linux - stark verbreitet. Einen Unterschied habe ich allerdings festgestellt: Softwareantwickler für den Mac achten wesentlich mehr auf Bedienbarkeit und gutes Aussehen ihrer Software, als es auf anderen Plattformen der Fall ist. So manches Opensource-Projekt für den Mac wirkt nach außen wie ein kommerzielles Produkt im gehobenen Preissegment.
So viel gute Programme man auch für den Mac findet, ein Problem bleibt: Windows-Programme laufen (noch) nicht nativ auf dem Mac. Bei manchen Programmen ist das auch sicher gut so, trotzdem kann es passieren, dass man für die Uni Software braucht, die nur für Windows verfügbar ist. Da hilft dann nur BootCamp, um Windows auf dem Mac zu installieren - oder eine meist langwierige Recherche nach Alternativprogrammen.
Der Bericht wird demnächst fortgesetzt - ich überlege, einen Mac-Bereich auf meiner Homepage einzurichten. Mal abwarten, was das Jahr 2008 für fmbjoern.de bereithält...